Solothurner Turnverband
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2000 Beine für Show im kühlen Norden

von Bruno Mäder
16. Juli 2015

Gymnaestrada Helsinki 2015, das sind über 21'000 Turnende, die in über 1'000 Darbietungen ihr Können auf 15 Bühnen, diversen Stadtplätzen und in den Stadion als Grossraumvorführungen zeigen.

Grossraumvorführungen? Sind das nicht die "Allgemeinen Übungen" mit mehreren Tausend Turnern im weissen Gewand als Abschluss der Eidgenössischen Turnfeste, von denen ältere Turner immer noch schwärmen? Also ab ins Stadion und die Schweizer-Grossraumvorführung mit rund 1'000 Turnerinnen und Turnern, darunter auch 53 Aktive vom Solothurner Turnverband, zu begutachten. Nicht nur auf dem Feld, auch an vorderster Front ist mit Petra Kölliker aus Bellach eine Solothurnerin anzutreffen. Als Chefin der zuständigen Fachgruppe war sie für den Auftritt des Schweizerischen Turnverbandes in Helsinki verantwortlich.

Welch eine positive Überraschung; die Grossraumvorführung hat sich vom eher militärischen Drill im Laufe der Jahre zu einer modern choreografierten und von passender Musik unterlegten Gymnastikvorführung entwickelt. Das weisse Tenü musste farblich angepasster Bekleidung weichen und fantasievolle Handgeräte sind zu wichtigen Facetten in den beeindruckenden Vorführungen geworden. Während 20 Minuten durfte ein Feuerwerk mit Tanz, Gymnastik und turnerischen Kompositionen verfolgt werden. Zum Einsatz kamen dabei ebenfalls verschiedene Utensilien wie Schwungtücher, Stoffschläuche und flexible Terrabänder. Auf Grund des herrschenden Windes im Stadion mussten vor allem mit den Schwungtüchern und Stoffschläuchen unbekannte Klippen gemeistert werden, wie man aus Äusserungen der Teilnehmenden nach dem Event heraushören konnte. Beim gemeinsamen Finale mit dem Terraband standen alle Turnerinnen und Turner zusammen auf dem Stadionrasen und bildeten den harmonischen Abschluss des gelungenen Vortrages. Es war ein Augenschmaus für das zahlreich aufmarschierte Publikum auf der vollbesetzten Tribüne.

Als Dank für die gelungene Darbietung brauste tosender Applaus auf, also jener Moment wo laut Petra Kölliker es den Teilnehmenden kalt den Rücken hinunterläuft, wo ein "Yes!" nicht unterdrückt wird und dies als Anerkennung für den geleisteten Aufwand betrachtet werden darf.

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